Vielen unserer Patienten fällt es nicht leicht eine konkrete Vorstellung von einer Magenspiegelung zu entwickeln. Daher stellen wir für Interessierte und Betroffene nachfolgend Mitschnitte klassischer Befunde einer Magenspiegelung bereit.

Videos Magenspiegelung

Magenspiegelung Normalbefund

 

Sehen Sie hier den Mitschnitt einer unauffälligen Magenspiegelung einschließlich der Entnahme von Schleimhautproben aus der Magenschleimhaut.

Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm stellen sich komplett unauffällig dar. Eine unkomplizierte Untersuchung dauert nur 3-4 Minuten. Dennoch empfehlen wir aufgrund des praktisch immer bestehenden Würgereizes, die Untersuchung unter Sedierung, also mit einer "Schlafspritze", durchführen zu lassen.



Hiatushernie

 

Als Zwerchfellbruch oder Hiatushernie bezeichnet man die Situation, dass der Mageneingang, also der Übergang von der Speiseröhre in den Magen, aufgrund einer kleinen Zwerchfelllücke nicht mehr fest geschlossen ist. Die Situation ist in dem Video etwa zwischen Sekunde 10 und 20 deutlich erkennbar: Der aus der Speiseröhre in den Magen herunterreichende Schaft des Endoskops wird vom Mageneingang nicht mehr fest umfasst, so dass man nach oben hin in eine kleine Lücke blicken kann.

Hierbei handelt es sich um einen häufigen und harmlosen Befund. Allerdings beklagen die Patienten häufig Sodbrennen, weil sich Magensäure durch die entstandene Lücke zurück in die Speiseröhre ergießen kann und dort zu einer Schleimhautreizung führt (siehe auch nächstes Video).



Refluxösophagitis

 

Die Folge eines Rückflusses von Magensäure in die Speiseröhre (Refluxösophagitis) ist auf diesem Video zu sehen: Es bilden sich entzündlich-gerötete, typischerweise in Längsrichtung der Speiseröhre verlaufende "Refluxstraßen". Die entzündliche Reizung der Speiseröhre wird von den Betroffenen typischerweise als unangenehmes Sodbrennen empfunden.



Barrettösophagus

 

Während die reine Entzündung (Refluxösophagitis) zwar subjektiv unangenehm und schmerzhaft, ansonsten jedoch harmlos ist, handelt es sich bei der Entwicklung eines Barrettösophagus um eine kontrollpflichtige Krebsrisikosituation.

Wie im Video zu erkennen wächst bei einem Barrettösophagus lachsrote Magenschleimhaut in die Speiseröhre hoch, siehe im Video zwischen Sekunde 10 und 15 sowie dann nochmal zwischen Sekunde 20 und 25. 

Diese Schleimhautveränderung kann die Initialzündung für die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs sein. Sie bedarf daher einer endoskopisch-bioptischen Kontrolle in mehrjährigen Intervallen.



Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

 

Dieses Video zeigt einen noch nicht sehr fortgeschrittenen Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom). Bei Sekunde 20 ist ein Tumorzapfen erkennbar, der in die Speiseröhre hineinragt. Nach Passage sieht man den in der Oberfläche spontan blutenden Tumor, welcher etwa den halben Umfang der Speiseröhre erfasst. Mit fortgeschrittenen Stadien wird die Speiseröhre durch Tumormassen rasch so stark eingeengt, dass Speisen nicht mehr geschluckt werden können.



Magenkarzinom (Magenkrebs)

Das Video zeigt ein fortgeschrittenes Magenkarzinom (Magenkrebs). Der Tumor hat weite Teile des unteren Magens erfasst und hebt sich in seiner unregelmäßigen, teils geschwürigen, teils spontan blutenden Oberfläche deutlich von der im unteren Teil des Bildes erkennbaren regulären Magenschleimhaut ab. Der Magenausgang (Pylorus) steht unmittelbar ebenfalls vor der Ummauerung (siehe ca. bei Sekunde 45).



Magenlymphom

 

Auch dieses Video zeigt ab ca. Sekunde 20 einen bösartigen Magentumor. In vorliegenden Falle handelt es sich um ein seltenes Magenlymphom. Die Therapie kann hier ausnahmsweise rein medikamentös, also ohne operative Entfernung des Magens, erfolgen.



Duodenaldivertikel

 

Duodenaldivertikel sind zum Teil mehrere Zentimeter im Durchmesser große Aussackungen der Schleimhaut im Bereich des Zwölffingerdarms. Trotz ihrer Größe verursachen sie in der Regel keine Beschwerden.



Duodenaladenom

 

Auf diesem Video ist in der rechten Bildhälfte ein Duodenaladenom erkennbar. Ähnlich wie im Dickdarm handelt es sich auch bei Adenomen im Zwölffingerdarm um sogenannte Krebsvorläuferläsionen, Schleimhautveränderungen also, welche aktuell noch gutartig sind, sich mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch in einen bösartigen Tumor weiterentwickeln. Adenome werden daher zwingend endoskopisch entfernt, womit die Krebsgefahr gebannt ist.



Zwölffingerdarmgeschwür (Ulkus duodeni)

 

Auf dem Video ist nach Passage des Magenausgangs (Pylorus) ab ca. Sekunde 10 im unteren Teil des Bildes ein Zwölffingerdarmgeschwür erkennbar. Das Geschwür ist tief in die Schleimhaut eingegraben. Bei weiterer Vergrößerung besteht die Gefahr, dass sich ein Wanddurchbruch (Perforation) entwickelt, der eine Notoperation erfordert.



blutendes Zwölffingerdarmgeschwür (Ulkus duodeni)

 

Das Video zeigt ein weiteres Zwölffingerdarmgeschwür, diesmal auf der rechten Seite erkennbar. Neben einem kräftigen, weißlich imponierenden Fibrinbelag sind deutliche Zeichen einer frischen Blutung erkennbar. Dieser Patient muss stationär überwacht und intensiv-medikamentös therapiert werden, um eine Ausweitung der Blutung zu verhindern.


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